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Kapitel 7: Ideenkatalog mit Hilfestellungen und Anpassungen für Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten: Kapitel 7: Ideenkatalog mit Hilfestellungen und Anpassungen für Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten

Kapitel 7: Ideenkatalog mit Hilfestellungen und Anpassungen für Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten
Kapitel 7: Ideenkatalog mit Hilfestellungen und Anpassungen für Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten
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table of contents
  1. Book Cover
  2. Title Page
  3. Editorial
  4. Kapitel 7: Ideenkatalog mit Hilfestellungen und Anpassungen für Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten

Kapitel 7: Ideenkatalog mit Hilfestellungen und Anpassungen für Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten

1Véronique Cornu, Anne Bodé, Alex Kockhans, Tessa Lehnert, Diane Marx & Sandy Spielmann

7.1 Einleitung

2Wie bereits in Kapitel 5 erwähnt, ist der vorliegende Ideenkatalog von Lehrpersonen des Centre pour le développement des apprentissages Grande-Duchesse Maria Teresa (CDA) zusammengestellt worden und richtet sich primär an Lehrpersonen. Es ist als „Tipps von Lehrpersonen für Lehrpersonen“ zu verstehen und beinhaltet eine Menge an Ideen zu möglichen pädagogischen und didaktischen Hilfestellungen und Anpassungen, um Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Lernschwierigkeiten das Lernen im regulären Unterricht zu erleichtern.

3Der diagnostische Prozess gestaltet sich oft langwierig – von den ersten Auffälligkeiten der Schülerin oder des Schülers bis zur abschließenden Diagnose vergehen meist Monate, teilweise sogar Jahre. Dies stellt Lehrpersonen dann vor eine besonders große Herausforderung, wenn wir Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten in der Klasse haben und (noch) nicht genau wissen wie wir sie am besten unterstützen können. Dabei sind wir es, die Lehrpersonen, die wesentlich dazu beitragen können und müssen, diesen Schülerinnen und Schülern zu helfen sich zu entfalten und in ihrem Lernen weiter zu kommen. Für Kinder mit Lernstörungen sind Hilfestellungen und Anpassungen im pädagogischen Alltag wohl unabdingbar, diese können aber auch hilfreich für alle anderen Schülerinnen und Schüler sein.

4Es versteht sich von selbst, dass die Lektüre des Ideenkataloges alleine nicht ausreicht, um das Themenfeld der Lernschwierigkeiten und Lernstörungen ganzheitlich zu erfassen und zu verstehen. Über unterschiedliche Ressourcen kann man sich jedoch jederzeit weiterbilden, wie zum Beispiel durch eine Weiterbildung des Institut de formation de l’éducation nationale (IFEN), eine Hospitation in einer anderen Klasse, Literaturangebot in der Bibliothek des IFEN im Centre de documentation pédagogique (CDP), im Troisième Lieu des CDA oder der Bibliothek des Lycée Technique pour professions éducatives et sociales (L.T.P.E.S.).

5Der Ideenkatalog erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und soll eher als Werkzeugkasten für Lehrpersonen dienen, in dem sich die Lehrpersonen für ihren Unterricht bedienen können. Es gibt so viele verschiedene Lernschwierigkeiten und -störungen wie es Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten und -störungen gibt. Deshalb muss mit jeder Schülerin oder jedem Schüler gemeinsam ausprobiert werden, welche individuellen Anpassungen für sie oder ihn tatsächlich hilfreich sind und welche auch nicht. Es ist ganz normal, dass nicht alle Anpassungen und Hilfsmaßnahmen von den Schülerinnen und Schülern als gleichermaßen hilfreich empfunden werden. Auch sind alle Hilfestellungen und Anpassungen kontextabhängig und sollten nur dann eingesetzt werden, wenn sie zu den Rahmenbedingungen (z. B. Größe des Klassenzimmers, Einteilung des Klassenzimmers, Anzahl der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen, Unterrichtsform…) passen.

6Ein Kind mit Lernschwierigkeiten hat nicht selten Schwierigkeiten in mehreren Bereichen. Der Leser wird in diesem Sinne ermutigt sich nicht ausschlieβlich mit dem eher fachbezogenen Bereich wie Lesen, Rechtschreibung oder Rechnen zu beschäftigen, sondern sich auch mit den fächerübergreifenden Bereichen wie Organisation, Gedächtnis, Konzentration und Selbstwertgefühl auseinander zu setzen.

7.2 Hilfestellungen und Anpassungen

7Im Folgenden sind mögliche Hilfestellungen und Anpassungen in verschiedene Bereiche unterteilt und alphabetisch aufgelistet:

8
  • Arbeitsorganisation (s. a. Tabelle 7.1)
  • Gedächtnis (s. a. Tabelle 7.2)
  • Konzentration und Arbeitsrhythmus (s. a. Tabelle 7.3)
  • Lesen (s. a. Tabelle 7.4)
  • Rechnen (s. a. Tabelle 7.5)
  • Rechtschreibung (s. a. Tabelle 7.6)
  • Selbstwertgefühl (s. a. Tabelle 7.7)
  • Wahrnehmung (s. a. Tabelle 7.8)
KontextHilfestellungen und Anpassungen
Sich in der Schule und im Klassenraum zurecht finden
8
  • Häufiger Wechsel des Arbeitsplatzes vermeiden.
  • Sitzplatz in der Mitte der ersten Reihe und neben einer gleichbleibenden Schülerin / einem gleichbleibenden Schüler vorsehen.
Sich an der Tafel zurecht findenTafel in verschiedene, gleichbleibende Bereiche einteilen (z. B. einen Bereich für die Aufgaben, einen für den Wortschatz, einen für den Tagesplan).
Sich mit den Schulmaterialien zurecht finden
8
  • Farbig gestalteten Stundenplan anbieten (z. B. eine Farbe pro Fach; Hefte und Bücher in gleicher Farbe markieren).
  • Stundenplan zu Hause und in der Schule sichtbar aufhängen.
  • Arbeitsplatz zusammen strukturieren (z. B. nur das notwendige Material auf der Bank haben; Piktogramme aufkleben, die den Platz von den notwendigen Materialien markieren).
  • Buchstütze einsetzen (Schräglage).
  • Bevorzugt Hefte einsetzen (keine losen Blätter).
Tabelle 7.1: Hilfestellungen und Anpassung im Bereich Arbeitsorganisation
KontextHilfestellungen und Anpassungen
Transfer in den Langzeitspeicher ermöglichen
8
  • Lernen mit allen Sinnen anbieten.
  • Lernen in Bewegung anbieten.
  • Farben benutzen, um wichtige Lerninhalte hervorzuheben und Texte zu strukturieren.
  • Strategiehilfen anbieten (z. B. Resümee schreiben, Diagramm gestalten, Aufträge in eigenen Wörtern wiederholen).
Arbeitsgedächtnis entlasten
8
  • Nutzung von Hilfsmitteln erlauben (z. B. Taschenrechner, Formelsammlung, Wörterbuch, Kritzelblatt).
  • Erinnerungshilfen sichtbar machen (z. B. Plakate, Erinnerungsheft, Piktogramme auf der Bank).
  • Trainieren, wichtige Zwischenschritte zu notieren.
Aufgaben strukturieren
8
  • Kurze und genaue Arbeitsanweisungen geben.
  • Einzelne Etappen der Aufgaben visualisieren (z. B. Checkliste).
Tabelle 7.2: Hilfestellungen und Anpassung im Bereich Gedächtnis
KontextHilfestellungen und Anpassungen
Konzentrations- und Aufmerksamkeitskapazität verbessern
8
  • Sitzplatz frontal vor der Tafel und in der Nähe der Lehrperson bevorzugen.
  • Bei wichtigen Erklärungen, die Aufmerksamkeit der Schülerin oder des Schülers besonders einfordern (z. B. durch Gestik, Mimik, Sprache) und die Anforderung mündlich von der Schülerin oder vom Schüler wiederholen lassen.
  • Visuelle und auditive Störquellen reduzieren (z. B. Kopfhörer, abgetrennte Konzentrationsecke).
  • Doppel- oder Mehrfachbelastungen (z. B. aufschreiben und gleichzeitig zuhören) sowie komplexe Anweisungen vermeiden.
  • Kurze (Bewegungs-)Pausen einplanen.
  • Aufgaben abdecken oder nur eine Aufgabe pro Blatt vorsehen.
  • Effektive Arbeitstechniken eintrainieren.
  • Klassenarbeiten in einem abgetrennten Raum schreiben lassen.
  • Hilfsmittel erlauben (z. B. Stressball, Sitzkissen, Fidget Cube).
Weniger Schreibleistung fordern
8
  • Abschreibhilfen geben zum Beispiel
    8
    • Mitschülerin oder -schüler übernimmt die Abschrift.
    • Foto des Tafelbildes machen und einkleben.
    • Fotokopien oder Lückentexte anbieten.
  • Nur einen Teil von jeder Übung schreiben lassen.
  • Tippen am Computer zulassen.
  • Schülerin oder Schüler diktiert, Erwachsener schreibt.
  • Diktiergerät benutzen.
  • Bei Prüfungen, mündliche, kurze schriftliche Antworten erlauben oder Multiple-Choice-Antworten anbieten.
Mehr Zeit geben
8
  • Bei Schreibaufgaben länger Zeit lassen.
  • Arbeitsmenge reduzieren.
  • Überschaubare Zeitvorgabe und diese visualisieren (z. B. Time-Timer, Sanduhr).
  • Genügend Zeit vorsehen, um Abschriften zu machen (z. B. Hausaufgabe notieren).
Hausaufgaben anpassen
8
  • Abschrift der Hausaufgaben im Hausaufgabenbuch kontrollieren.
  • Inhaltlich und zeitlich angepasste Aufgaben aufgeben.
  • Hausaufgaben für eine ganze Woche im Vorfeld mitteilen.
  • Weniger schriftliche Hausaufgaben einplanen.
  • Nutzung des Computers erlauben.
Tabelle 7.3: Hilfestellungen und Anpassung im Bereich Konzentration und Arbeitsrhythmus
KontextHilfestellungen und Anpassungen
Gezielte Leseförderung
8
  • Visuelle oder gestische Unterstützung zum Lernen der Buchstabe-Laut-Verbindungen anbieten (z. B. Lautgebärden, Piktogramme).
  • Quatschwörter und unbekannte Texte lesen.
  • Mit zwei Stimmen (Lehrperson und Schülerin/Schüler) vorlesen.
  • Verschiedene Textformen zum Motivationsaufbau anbieten (z. B. Rezepte, Comics, Erst-ich-ein-Stück-dann-du-Bücher).
Anpassungen der Text- und Aufgabengestaltung
8
  • Computergetippte, einseitig bedruckte Dokumente einsetzen.
  • Serifenfreie Schriften (z. B. Calibri, Arial) und Flussabsatz (kein Blockabsatz) bevorzugen.
  • Gröβere Schrift (> 12) und vergröβerten Zeilen- und/oder Buchstabenabstand benutzen.
  • Wortteile oder wichtige Wörter im Text hervorheben.
  • Aufgaben am Computer anbieten (einfache Vergröβerung oder Wechsel der Schrift).
  • Keine Abkürzungen benutzen.
  • Nur Bilder mit direktem Inhaltsbezug verwenden.
Hilfestellungen beim Lesen geben
8
  • Textlänge reduzieren.
  • Lautes Vorlesen nicht erzwingen.
  • Menschliche oder computergestützte Hilfe zum Vorlesen anbieten (in allen Fächern).
  • Lesehilfen anbieten (z. B. Leselineal, Leseschieber).
  • Mehr Zeit geben.
Tabelle 7.4: Hilfestellungen und Anpassung im Bereich Lesen
KontextHilfestellungen und Anpassungen
Gezielte Rechenförderung anbietenFehleranalysen durchführen und Schritt für Schritt die verschiedenen Rechenstrategien trainieren.
Hilfsmaterial einführen und zulassen
8
  • Konkretes Anschauungsmaterial einführen und benutzen (z. B. Rechenschieber, Zehnersystemsatz).
  • Hilfsmaterial einheitlich verwenden (in der Schule, zu Hause, in der Maison Relais).
  • Hilfsmittel zur Entlastung des Gedächtnisses zur Verfügung stellen (z. B. Eins-plus-Eins-Tabelle, Multiplikationstabelle, Formelsammlung).
Übungen anpassen
8
  • Nur einen Aufgabentyp pro Arbeitsblatt vorsehen (z. B. nur Minus).
  • Farbliche Markierung der Stellenwerte.
  • Vordefinierte Felder für Lösungen/Tafelrechnungen anbieten.
  • Nebenrechnungen auf einem Arbeitsblatt zulassen.
  • Textaufgaben anpassen (z. B. reduzierte Komplexität, Strukturierung und einzelne Rechenschritte gemeinsam planen).
  • Mehr Zeit geben.
  • Aufgabenpensum reduzieren (z. B. nur einen Teil einer Übung rechnen).
  • Dem Niveau der Schülerin oder des Schülers angepasste Übungen anbieten (z. B. Lernen mit MathemaTIC).
Tabelle 7.5: Hilfestellungen und Anpassung im Bereich Rechnen
KontextHilfestellungen und Anpassungen
Gezielte Rechtschreibförderung anbieten
8
  • Fehleranalysen durchführen und Schritt für Schritt die verschiedenen Strategien trainieren.
  • Wörterklinik beziehungsweise Karteikasten zum langfristigen Abspeichern schwieriger Wörter benutzen.
  • Rechtschreibregeln mit Symbolen oder Farben versehen.
  • Checkliste zur Selbstkontrolle anlegen.
  • Rechtschreibregeln/Eselsbrücken als Erinnerungsstützen sichtbar aufhängen.
  • Nutzung von Wörterbüchern einüben.
  • Nicht an die Tafel vor der ganzen Klasse schreiben lassen.
Korrektur von Rechtschreibfehlern anpassen
8
  • Sich auf korrekte Wörter fokussieren.
  • Gemeinsam mit der Schülerin oder dem Schüler Fehler analysieren und verbessern.
  • Bleistift und Radierer erlauben.
  • Bei freien Schreibproduktionen, nur einen Fehlertyp in Betracht ziehen (z. B. nur die lautgetreuen Wörter).
  • Rechtschreibung nur korrigieren lassen, wenn die Rechtschreibung das Ziel ist, ansonsten als Lehrperson das korrekte Wort drunter vermerken.
  • Besonders den Inhalt bewerten, Rechtschreibung nur bewerten, wenn diese explizit abgeprüft wird.
Diktatsituationen anpassen
8
  • Mitschrift von einem Teil des Diktates oder in einem Lückentext vorsehen.
  • Abwechslungsreiche Diktatformen verwenden (z. B. Laufdiktat, Dosendiktat, Faltdiktat, Würfeldiktat, Partnerdiktat, Klappdiktat).
  • Zweck/Ziel eines Diktates erklären.
  • Diktat mit der Schülerin oder dem Schüler gemeinsam überlesen.
  • Wörterbuch erlauben.
Tabelle 7.6: Hilfestellungen und Anpassung im Bereich Rechtschreibung
KontextHilfestellungen und Anpassungen
Vertrauensbeziehung zur Schülerin oder zum Schüler herstellen
8
  • Interesse und Verständnis für die Situation der Schülerin oder des Schülers zeigen.
  • Viel loben und ermutigen.
  • Kleine Fortschritte positiv und wohlwollend bewerten.
  • Individuelle Hilfestellungen und Anpassungen anbieten und mit der Schülerin oder dem Schüler besprechen.
  • Kind- und entwicklungszentriert arbeiten.
Vertrauensbeziehung zu den Eltern (oder Erziehungsberechtigten) herstellen
8
  • Regelmäβigen Austausch mit den Eltern (oder Erziehungsberechtigten) suchen.
  • Problematik und Situation der Schülerin oder des Schülers kennen.
  • Weiterbildungsangebote in Bezug auf die Problematik nutzen.
  • Realistische Ziele setzen und transparent kommunizieren.
  • Kleine Fortschritte positiv und ermutigend bewerten.
Positives Klassenklima schaffen
8
  • Stärken der Schülerin oder des Schülers kennen, valorisieren und einbeziehen.
  • Fortschritte in den Mittelpunkt stellen.
  • Klasse über die Problematik der Schülerin oder des Schülers aufklären und entsprechende Anpassungen und Hilfestellungen (mit dem Einverständnis der Schülerin oder des Schülers und der Eltern/Erziehungsberechtigten) erklären.
  • Partnerarbeit einplanen.
  • Prüfungssituation angenehm gestalten.
Bewertungen anpassen
(in Absprache mit den Eltern/Erziehungsberechtigten)
8
  • Stärken nutzen (z. B. mündlich prüfen, wenn dies die Stärke ist).
  • Mehr Zeit geben.
  • Eher den Inhalt als die Form bewerten.
  • Aufgabenpensum reduzieren.
Tabelle 7.7: Hilfestellungen und Anpassung im Bereich Selbstwertgefühl
KontextVorschläge für Hilfestellungen und Anpassungen
A. Visuelle Wahrnehmung
Abschriften vermeiden
8
  • Hilfen beim Abschreiben geben zum Beispiel:
    8
    • Mitschülerin oder -schüler übernimmt die Abschrift.
    • Foto des Tafelbildes machen und einkleben.
    • Gut leserliche Fotokopien oder Lückentexte anbieten.
Arbeitsblätter klar und einheitlich gestalten
8
  • Computergetippte, einseitig bedruckte Dokumente einsetzen.
  • Serifenfreie Schriften (z. B. Calibri, Arial) und Flussabsatz (kein Blockabsatz) bevorzugen.
  • Größere Schrift (>12) und vergrößerten Zeilen- und/oder Buchstabenabstand benutzen.
  • Wortteile oder wichtige Wörter im Text hervorheben.
  • Aufgaben am Computer anbieten (einfache Vergrößerung oder Wechsel der Schrift).
  • Nur eine Aufgabe pro Blatt vorsehen.
  • Auf alles verzichten, was ablenkt oder verwirrt.
B. Auditive Wahrnehmung
Klare und strukturierte mündliche Anweisungen geben
8
  • Vor der Erklärung, Blickkontakt zur Schülerin oder zum Schüler herstellen.
  • Kurze und strukturierte Anweisungen geben.
  • Deutlich artikulieren und die Lautstärke der Stimme anpassen.
  • Arbeitsanweisungen visualisieren (z. B. Piktogramme, Checkliste, Mitschrift an Tafel).
  • Anweisungen von der Schülerin oder vom Schüler mündlich wiederholen lassen.
  • Nachfragen trainieren.
Tabelle 7.8: Hilfestellungen und Anpassung im Bereich Wahrnehmung

Literaturverzeichnis

9Der Ideenkatalog wurde in Anlehnung an folgende Broschüren erstellt:

  1. Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (2018a). Dyskalkulie. Ratgeber zum Thema Dyskalkulie - Erkennen und Verstehen. https://www.bvl-legasthenie.de/images/static/pdfs/bvl/2_Dyskalkulie_2018_web.pdf
  2. Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (2018b). Legasthenie. Ratgeber zum Thema Legasthenie - Erkennen und Verstehen (12. Auflage). https://www.bvl-legasthenie.de/shop-bvl/produkt/bvl-ratgeber-legasthenie-erkennen.html
  3. Cauvez, F. (2009). Guide Enseignants. La dyslexie. Inspection Académique de Côte d’Or, Académie de Dijon, Education nationale. http://sante-securite21.ac-dijon.fr/Dyslexie-un-guide-a-l-usage-des-enseignants.html
  4. Delcor, F. (2010). Enseigner aux élèves avec troubles d’apprentissage. Ministère de la Fédération Wallonie-Bruxelles. Administration générale de l’Enseignement et de la Recherche scientifique. Service général du Pilotage du système éducatif (Aktualisierte Dokumentversion vom 30. September 2019). http://www.enseignement.be/index.php?page=23827&do_id=7723
  5. Grammaticos, E., & Hallet, M. (2014). Petit guide des dyslexiques. Comment les dépister et les aider en classe. Association belge de parents d’enfants en difficulté d’apprentissage (APEDA). http://www.apeda.be/wp-content/uploads/2014/03/Brochure-primaire.pdf
  6. Ise, E., Haschke, J., & Schulte-Körne, G. (2013). Empfehlungen zur Diagnostik und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit einer Rechenstörung in der Schule. Aktueller Wissensstand zum Thema Dyskalkulie. Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. Bayer. https://www.bvl-legasthenie.de/images/static/pdfs/bvl/Aktueller_Wissensstand_Dyskalkulie1_2013.pdf.
  7. Verband Dyslexie Schweiz (2017). Infoblätter des Verbands Dyslexie Schweiz (zu den Themen Dyskalkulie, Legasthenie, und Hilfsmitteln). https://www.verband-dyslexie.ch/index.php/infoblaetter.html

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