Wissenschaftstracking und Lock-in-Effekt
Ein Deal gegen digitale Souveränität
Open Access sollte Wissen frei zugänglich machen – doch internationale Großverlage dominieren weiterhin die wissenschaftliche Kommunikation. Heute reicht ihr Einfluss weit über das Publizieren hinaus: Unternehmen wie Elsevier bieten ganze Ökosysteme aus Anwendungen für Forschungsevaluation, Wissenschaftsmanagement und KI-gestützte Datenanalyse.
Der vorliegende Band beleuchtet die Folgen dieser Entwicklung und nimmt Elsevier als zentralen Akteur im Oligopol des wissenschaftlichen Publizierens in den Blick. Vor dem Hintergrund des DEAL-Vertragsabschlusses 2023 und der Debatte um Wissenschaftstracking warnt die Analyse vor institutionellen Lock-in-Effekten: wachsenden Abhängigkeiten, die wissenschaftliche Autonomie und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung gefährden. Elseviers Geschäftsmodell basiert auf asymmetrischer Wissensverteilung und umfassendem Tracking – Praktiken, die den Prinzipien der offenen Wissenschaft widersprechen.
Foto von Simona Sroková auf Unsplash
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